Bildung & Bildungsarbeit
„Bildung ist ein menschliches Grundrecht und eng verbunden mit den Grundlagen für eine bessere soziale, ökonomische, politische und kulturelle Entwicklung des einzelnen Menschen und der gesamten Gesellschaft.“ (OEZA Qualitätskritierien Bildung)
Bildung - ein Menschenrecht - gilt als Schlüssel zur Armutsreduzierung und hat einen wesentlichen Einfluss auf den Zugang der Menschen zu Gesundheit, Ernährung, Einkommen und Beschäftigung. Außerdem befähigt Bildung die Menschen ihre Fähigkeiten zu entfalten, an gesellschaftlichen und politischen Prozessen und Entscheidungen aktiv teilzuhaben, ihre Rechte wahrzunehmen und die demokratische Entwicklung ihres Landes zu fördern und mitzubestimmen.
Die UN-Millenniumsziele sehen Grundschulbildung für alle als Mittel und Zielsetzung zur Armutsreduktion vor. Weltweit bleibt jedoch rund 75 Millionen Kindern das Recht auf Bildung verwehrt. Obwohl die Einschulungsraten in den letzten Jahren gestiegen sind, zwingt Armut immer noch viele Kinder dazu, die Grundschule vorzeitig abzubrechen. Die schlechte Qualität des Unterrichts und der Schulgebäude sowie die Kosten für Lernmaterial, Schulgebühren und Schuluniformen tragen ebenfalls dazu bei, dass viele Kinder die Grundschulbildung nicht abschließen.
Besonders prekär ist die Situation in Afrika südlich der Sahara. Nur zwei Drittel aller Jungen und kaum mehr als die Hälfte der Mädchen absolvieren die volle Grundschulzeit. Insbesondere in den ländlichen Regionen, die besonders von Hunger und Armut betroffen sind, gehen viele Kinder nicht zur Schule. Viele von ihnen bleiben ihr Leben lang AnalphabetInnen und haben es schwer, eine Ausbildung oder einen Arbeitsplatz zu finden und sind folglich besonders von Armut und Ausbeutung bedroht.
Neben der Sicherstellung der Grundbildung für alle, hat die steigende Nachfrage nach Berufs- und Hochschulbildung auch den tertiären Bildungssektor auf die Agenda entwicklungspolitischer AkteurInnen gebracht. Über die Förderung der Hochschulbildung können Fachkompetenzen aufgebaut und qualifizierte Arbeitskräfte ausgebildet werden.
Die Zusammenarbeit im Bereich tertiäre Bildung wie auch Grundbildung trägt auf diese Weise zur Erreichung der UN-Millenniumsziele und zur nachhaltigen sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung bei.
Die GEZA setzt mit ihren Projekten in Südafrika, Uganda und der Westsahara genau hier an. Sie unterstützt die Verbesserung der Infrastruktur von Bildungseinrichtungen und gewährleistet begleitende Forschungsarbeiten im Bildungssektor.
Entwicklungspolitische Bildungsarbeit versucht Menschen bei uns im „Norden“ Themen der Entwicklungszusammenarbeit näher zu bringen. Auf diese Weise soll Interesse und Verständnis für komplexe, globale Entwicklungen gefördert und zu deren kritischer Reflexion und Aufarbeitung beigetragen werden. Außerdem sollen die Menschen unterstützt werden, eigene Beteiligungsmöglichkeiten zu erkennen und diese auch zu nützen.
Die GEZA setzt entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Österreich in den Bereichen Information, Bildung, Wissenschaft und Kultur um. Neben Schul- und Diskussionsveranstaltungen informiert die GEZA auch auf Ausstellungen über ihre Projekte in den Ländern des „Südens“, die Millenniumsziele, über die komplexe Problematik in der Westsahara und wichtige globale Themen wie Gesundheit und HIV/AIDS.

